KOMMUNIKATION / PR

European Communication Monitor 2013 vorgestellt

 

97 Prozent aller österreichischen Kommunikatoren sind der Meinung, dass Kommunikation für den Unternehmenserfolg immer wichtiger wird. Das ist die höchste Zustimmung in ganz Europa und eines der Ergebnisse des European Communication Monitor 2013 (ECM 2013), bei dem mehr als 2.700 Kommunikations-Profis in Agenturen und Unternehmen aus 43 Ländern befragt wurden, davon 132 aus Österreich.

Für Österreich ergab die Studie zusammenfassend folgendes Bild:

  • Österreich ist federführend bei der Positionierung von Unternehmensvorständen
  • In der Social Media-Kommunikation fehlen vor allem Strategien
  • Österreichs Kommunikatoren blicken optimistisch in die Zukunft

Denn in keinem anderen Land wird so stark auf CEO Reputation gesetzt wie in Österreich. Was die Social Media-Kompetenz betrifft, hinkt Österreich im internationalen Vergleich allerdings hinterher. Und es besteht ein erheblicher Differenz zwischen Bedeutung und tatsächlicher Umsetzung: dies gilt besonders in Bezug auf Social Media, Strategie – auch gegenüber den neuen digitalen Gatekeepern – und Monitoring.

Interessant ist auch die Einschätzung der Bedeutung der Kommunikation für den Unternehmenserfolg: 96,5% der Befragten sehen eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Auch die Bedeutung ihrer eigenen Rolle schätzen die österreichischen Kommunikatoren überwiegend besser. So glauben 65%, dass ihr Einfluss im Unternehmen gesteigert hat. Die Auswirkungen auf die tatsächlichen Budgets betragen jedoch nur 10,5%. Dennoch blicken 71% der österreichischen PR-Expertinnen ihrer weiteren Karriere optimistisch entgegen – gegenüber 58% im europäischen Vergleich.

Der PRVA Public Relations Verband Austria und die PR-Agentur Ketchum Publico stellten die Österreich-Ergebnisse des ECM 2013 am 23. September in Wien gemeinsam mit dem Leiter der Studie, Ansgar Zerfaß, Universitätsprofessor für Kommunikationsmanagement an der Universität Leipzig, vor.

Studie ECM
Studie / Österreichergebnisse

Quelle: PRVA

SOCIAL MEDIA

Social Media Präsenz allein schafft keine Partizipation oder Vernetzung

Ernüchternd: Österreichs Top500 nutzen Social Media, aber nur einzelne Kanäle, kaum Strategie, kaum Dialog

Uta Rußmann und Peter Winkler vom Institut für Kommunikation, Marketing & Sales der FH Wien haben eine Studie zur Social Media Nutzung der Top 500 Unternehmen in Österreich durchgeführt. Darin kommen sie zu dem Ergebnis, dass sich in den umsatzstärksten 500 Unternehmen Österreichs (Stand 2012) zwar in den Jahren 2009 bis 2011 ein starker Anstieg der Nutzung unterschiedlicher Social-Media-Kanäle wie Facebook, Twitter und Youtube zeigt. Die Nutzung beschränkt sich jedoch auf einzelne Kanäle, es gibt kaum strategisch kombinierte Einsätze.

Am kritischsten sehen die Autoren die kaum vorhandene Aktivität auf den diversen Kanälen, die über einen Untersuchungszeitraum von einem Monat gemonitort wurde. In allen untersuchten Kanälen zeigt mindestens ein Drittel der Unternehmen gar keine Aktivität, veröffentlicht also keinerlei Information. Ebenso problematisch ist, dass auf Beiträge der User auch nur sehr selten reagiert wird. Damit wird faktisch kein Raum für Partizipation und Vernetzung geschaffen.

Die Experten schlagen folgende Änderungen vor: Um Themen zu schaffen, die sich für User als relevant und verfolgenswert erweisen, gilt es folgende Aspekte zu beachten: Themensetzung kann und soll von beiden Seiten, also Unternehmen wie Usern, erfolgen. Themen sind nicht als klassische „Verlautbarung“ zu sehen, sondern entstehen und entwickeln sich vielfach erst im Dialog. Damit geht einher, dass sich Themen auch außerhalb des klassischen, massenmedialen Spektrums bewegen werden, gerade dadurch aber auch neue Erkenntnisse über spezialisierte Community-Interessen gewonnen werden können. All dies lässt darauf schließen, dass sich die Aufgabe der Online-PR immer weniger auf reine Themensetzung, sondern vielmehr auf kontinuierliche Förderung, Rahmung und Begleitung von Dialogdynamiken konzentrieren wird.

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Quelle: PR-Journal

SOCIAL MEDIA

Neue Geschäftsmodelle für die PR

Thomas Mickeleit, Director of Communications bei Microsoft, sieht die PR-Branche – trotz konsequenter Professionalisierung – vor einem Paradigmen-Wechsel: Das aktuelle Geschäftsmodell, über Multiplikatoren zu kommunizieren und die Reputation der Organisation zu stärken sowie Vertrauen in die Institution zu aufbauen, steckt in der Krise. Zum einen kommen ihr die Multiplikatoren – die Journalisten – zunehmend abhanden. Zum anderen ist das Vertrauen in die „Peers“, die Freunde in den verschiedenen Social Media, größer als in die offiziellen Repräsentanten der Organisationen.

Die sinnvolle Konsequenz muss lauten: von „Push“ zu „Engage“

„Das stellt den größten Paradigmen-Wechsel dar. Der Kommunikationsverantwortliche neuen Typs ist kompetent in der Sache, empathisch im Umgang mit seinen Zielgruppen, authentisch handelnd und sichtbarer Repräsentant seiner Organisation in der Öffentlichkeit. Das heißt auch, sich von der Illusion der „One-Voice-Policy“ zu verabschieden – in dem Sinne, dass nur die PR für die Organisation spricht. Stattdessen wird PR auf diese Weise zum „Enabler“ mit dem Ziel, dass jedes Mitglied in der Organisation in der Lage ist, in angemessener Weise zu kommunizieren.

Zwar stellt niemand ernsthaft in Frage, dass PR über die meiste Kompetenz verfügt, die Social-Media-Aktivitäten der Organisation zu orchestrieren. Nicht überall folgt aus der allgemeinen Zustimmung die Übertragung von Steuerungskompetenzen. Da, wo die
Social-Media-Governance jedoch in der PR liegt, kann man beobachten, wie das neue Modell wirkt.

Daraus entsteht das neue Geschäftsmodell: PR wird die Fähigkeit zum Storytelling ausbauen, die Themen-Governance ausüben und sich zum Content-Hub für die Organisation entwickeln.“

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Quelle: Pressesprecher

MITTELSTAND / KMU

Hightech-Mittelstand tut sich schwer mit Social Media

Für kleine und mittlere Hightech-Unternehmen in Deutschland ist Social-Media-Marketing größtenteils Neuland. Es gibt kaum Ressourcen, wenig Know-how und keine Strategie. Dies ist das Ergebnis einer Befragung des IVAM Fachverband für Mikrotechnik und der Hochschule Hamm-Lippstadt.

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Quelle: Haufe Online Redaktion

SOCIAL MEDIA

Social Media in der Organisationskommunikation

Hier ein aktueller Buchtipp, herausgegeben am Zentrum für Journalismus und Kommunikationsmanagement (JoKomm) an der Donau Universität Krems: in einem Sammelband von 12 Masterthesen werden anhand empirischer Untersuchungen der konkrete Nutzen sowie Chancen und Risiken interaktiver Medien für Unternehmen und Organisationen verschiedener Branchen in Österreich und Deutschland erforscht. Untersucht wurden in den Bereichen B2B, IT, Finanz, Pharmazeutik, Biotechnologie, Tourismus, Non-Profit und Wissenschaft die Themen Markenkommunikation, Krisen-PR, Reputation Management, Issue Management und Wahlkampagne 2.0.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich eine offene Unternehmenskultur und der Einsatz von Social Media Managern positiv auf den Erfolg der Strategie auswirken. Im B2B Bereich werden verstärkt Video-Podcasts eingesetzt, um komplexe Produkte zu veranschaulichen. Kundenbindung durch hohen Servicecharakter und Markenführung können in den Social Media gut umgesetzt werden. Von den Medien werden diese Kanäle vermehrt zur Recherche genutzt und dienen dem Agenda Setting. Erfreulich für die Bereiche Wissenschaft und Forschung: Journalisten wünschen sich mehr wissenschaftliche Informationen!

Bei der Vorstellung des Buches Anfang September in Wien fasste Dr. Michael Roither die Nutzung von Social Media im deutschsprachigen Raum (D-A-CH) – laut den Ergebnissen des European Communication Monitor 2013 – wie folgt zusammen: etwa 60% der Unternehmen und Organisationen nutzen Social Media in der Organisationskommunikation. Die Hälfte folgt dabei einer klare Strategie; 2/3 davon betreiben auch konsequentes Monitoring.

KOMMUNIKATION / PR

Studie zeigt, wie Bevölkerung über Kommunikation von Unternehmen denkt

Die Kommunikation von Unternehmen und Organisationen steht vor großen Herausforderungen. Der mediale Wandel hat die Mediennutzung tiefgreifend verändert. Mediennutzer und Öffentlichkeit sind nicht länger passive Zielgruppen. Die „Com-X“-Studie der ComMenDo Agentur für UnternehmensKommunikation hat nun die Wahrnehmung und Meinung der Bevölkerung hinterfragt:

  • Wie denken die Menschen in Deutschland über die Kommunikation von Unternehmen und Organisationen?
  • Welche Kommunikationskanäle nutzen sie für Information und Austausch über Unternehmen?
  • Wie zufrieden sind sie mit der Unternehmenskommunikation?

Dafür hat die GfK Marktforschung ca. 1.000 repräsentativ ausgewählte Personen in Deutschland befragt. Die Ergebnisse zeigen:

  • Für die Bevölkerung ist das Bereitstellen von Information die wichtigste Funktion der Unternehmenskommunikation. Zwei von drei Befragten (66%) legen Wert auf sachliche Informationen.
  • An zweiter Stelle folgt die Erwartung, dass Unternehmenskommunikation Orientierung gibt (34 %).
  • Erst danach folgen Entertainment (30 %) und Interaktion (28 %).

Die Zufriedenheit mit der Vermittlung von relevantem Wissen bleibt mit 29 Prozent aber klar hinter dem Anspruch zurück: sie wurde im Kommunikations-Index „Com-X“ zusammengefasst, mit den Ansprüchen an die Unternehmenskommunikation gewichtet und erreichte einen Wert von 29 (auf einer Skala von 0-100):

Quelle: ComMenDo Agentur für UnternehmensKommunikation / PR Journal
KOMMUNIKATION / PR

PR gestern und heute

Die wichtigsten Veränderungen durch das Social Web

Aufschlussreiche Übersicht von Marie Christine Schindler, die eine Infografik der amerikanischen Agentur inkhouse kommentiert. Fazit: Kommunikation passiert heute deutlich schneller, Redakteure informieren sich in Echtzeit auf Twitter und was zählt, ist die Sichtweise der User.

„Auch wenn online vieles in Bewegung ist, so braucht es doch eine Grundlage die sitzt. Basis für gute PR-Arbeit sind: Fakten, etablierte Beziehungen, Themenführerschaft und Wille zum Agenda-Setting. Hinzu kommen Bereitschaft und Fähigkeit, gute Geschichten zu erzählen, hellwach für Themen und Stimmen von außen zu sein und wo nötig rasch zu reagieren“, so die Autorin.

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