SOCIAL MEDIA

PR-Ethik-Rat fordert Mittel der öffentlichen Hand

Um sein stark wachsendes Arbeitsvolumen auch in Zukunft bewältigen zu können, fordert der PR-Ethik-Rat (www.prethikrat.at) von den zuständigen Stellen finanzielle Unterstützung. Die Zahl der Beschwerden an den Rat hat sich in den fünf Jahren seines Bestehens vervielfacht, und die Notwendigkeit eines Selbstkontrollorgans der PR-Branche wird – speziell im Lichte der jüngsten politischen Skandale – allgemein anerkannt. Dennoch erhält der Rat bisher keinerlei Fördermittel – im Gegensatz zu vergleichbaren Institutionen in anderen Kommunikationsbereichen.

Der Rat fordert daher finanzielle Unterstützung aus den Kammerpflichtbeiträgen und peilt auch eine gesetzliche Förderung nach dem Muster des Werberats und des Presserats an. Damit soll sichergestellt werden, dass sich der PR-Ethik-Rat weiterhin mit den oft brisanten Fällen befassen und zusätzlich grundlegende Arbeit leisten kann. Ein Beispiel für ein Grundlagenprojekt sind Prinzipien für „Kommunikationsethik in Social Media“, die der Rat jetzt vorgelegt hat.

Prinzipien „Kommunikationsethik in Social Media“ zum Download unter

Quelle / Details: www.prethikrat.at/

PR-Ethik-Rat fordert Mittel der öffentlichen Hand

KOMMUNIKATION / PR

Kurzauswertung „Trendmonitor Interne Kommunikation 2013“

Der 3. „Trendmonitor Interne Kommunikation“ zeigt eine rege Diskussion über die Organisation der Internen Kommunikation, den ständigen Wandel der Instrumente und Mediengewohnheiten und wenig Veränderung bei der Diskrepanz zwischen dem Wunsch nach Dialog und der Umsetzung in klaren Konzepten. Veränderungen in der Unternehmenskultur und den Kommunikationswegen werden jedoch oftmals mit Skepsis verfolgt und die Einführung neuer Medien gebremst. Die Befragung wurde von scm – school for communication and management in Kooperation mit der DPRG durchgeführt und erscheint im Dezember in Buchform.

Eine starke Diskrepanz gibt es auch 2013 wieder beim Thema „Kommunikationskonzept“: 78,1% der 372 Teilnehmer erachten ein schriftliches Konzept für notwendig. Tatsächlich verfügen lediglich 40,5% über ein solches Papier.

63% der befragten Unternehmen haben keine eigene Abteilung für Interne Kommunikation (IK). Dies hat sich im Vergleich zu 2011 wenig verändert. Auch in Zukunft ist eine Reorganisation nur bei 17% in Umsetzung und bei knapp 16% geplant.

Die Top-5 Projekte im Bereich Interne Kommunikation laut Studie:

Intranet (Aufbau 58,4% bzw. Aus- und Umbau 50,4%), Einführung einer Mitarbeiterzeitschrift (45,4%), Einbindung der IK in Projektkommunikation (42,4%) und Employer Branding (40,8%), gefolgt vom Ausbau der Social-Media-Aktivitäten (32,4%).

Quelle: SCM

scm_Kurzauswertung_Trendmonitor_2013 (Kurzfassung)

SOCIAL MEDIA

Defensive bei Kommunikation 2.0 statt Mut und Innovation

Eine Studie der Universität St. Gallen hat eine eher defensive und abwartende Haltung der Kommunikationsentscheider in der D-A-CH-Region ergeben. Mut und Innovation seien eher die Ausnahme. Im Auftrag von Virtual Identity wurden 34 Kommunikations-Verantwortliche aus Großunternehmen sowie 31 ausgesuchte Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.

Zwar investieren Unternehmen Geld und Zeit in verschiedene digitale Kanäle, wie Corporate Website oder Social Media. Allerdings gibt es dafür keine übergreifende Strategie. Stattdessen seien fragmentierte Strategien für die einzelnen Kanäle weit verbreitet, und die Kommunikationsexperten greifen verstärkt auf kurzfristig umsetzbare Taktiken zurück.

So sind sich Unternehmen und Online-Nutzer bislang auch kaum näher gekommen. Das Potenzial aus direkter Interaktion bzw. Echtzeitkommunikation im integrierten Multi-Channel-Mix bleibe größtenteils ungenutzt. Weiterhin bildet die Corporate Website für 86% der Unternehmen die wichtigste Plattform in der Kommunikation mit Kunden, Mitarbeitern und Multiplikatoren.

Auch bei der Verwendung von Inhalten gehen die Unternehmen eher über eingetretene Pfade: 84% der Befragten recyceln Inhalte aus den vorhandenen klassischen Medien und bereiten sie digital auf. Die Erstellung von Unique Content sei aktuell eher selten, nehme aber an Bedeutung zu.

Zur Studie 
Quelle: PR-Journal