MITTELSTAND / KMU

B2B in USA erfolgreich mit Content Marketing

Studie zeigt Erfolg kleiner B2B Firmen mit Content Marketing in den USA http://wp.me/p3Hvkp-8B

94% der kleinen B2B Unternehmen in den USA nutzen Content Marketing. Laut einer aktuellen Studie des Content Marketing Institute hat sich die Zahl damit zum Vorjahr kaum verändert. Gestiegen ist hingegen die Anzahl jener, die damit erfolgreich sind (45% zu 34%). Sie verfolgen zu 69% eine klare Strategie und haben eine eigene Zuständigkeit für Content Marketing im Unternehmen (gegenüber 7% bei den wenig erfolgreichen). Text und Design werden weitgehend fremd vergeben.

Dabei setzen die meisten auf 3 wesentliche Faktoren:

  • soziale Netzwerke als zentrale Content Marketing Strategie (88%)
  • Artikel auf der eigenen Website (82%)
  • regelmäßige eNewsletter (82%)

Auch die Vielfalt der beliebtesten Content Marketing Taktiken hat sich gegenüber 2013 kaum verändert. Das beweist, dass sich die eingesetzten Tools bewährt haben und die Sicherheit im Umgang mit Content Marketing gestiegen ist. Der Output hat sich dabei von 70 auf 75% erhöht.

B2B Studie Content Marketing Institut 2014

 

 

 

 

 

 

 

Im B2B zählt der partnerschaftliche Kontakt zum Kunden – wie persönliche Ansprache und direkte Interaktion. Das übersetzen kleine B2B Unternehmen in den USA ins Content Marketing und nutzen Blogs (77%) und In-Person-Events (74%).

Da es im Content Marketing auf hochwertige Inhalte ankommt, profilieren sie sich als Experten und Problemlöser. Besonders beliebt sind dabei Case-Studies (75%) und White Papers (62%).

Der Einsatz visueller Medien gewinnt auch im B2B weiter an Bedeutung. Videos sind bei 75% der befragten Unternehmen fester Bestandteil des Content-Mix. Deutlich angestiegen ist die regelmäßige Verwendung von Infografiken (10%). Erkannt wurde auch die Bedeutung von mobilem Content, der von 27 auf 35% angestiegen ist.

Unabhängig von der Unternehmensgröße ist vorrangiges Ziel die Markenbekanntheit (85%) – vor Neukundengewinnung (78%) und Kunden-Akquise (74%). Das mit Abstand größte Problem ist mit 70% noch immer, die nötige Zeit für Content Marketing aufzubringen. Genügend und spannenden Content zu produzieren, folgt auf den Plätzen. Diese Anforderung ist gegenüber dem Vorjahr jedoch – vor allem bei den erfolgreichen Unternehmen – deutlich einfacher zu erfüllen.

Für ihre Content Media Strategien nutzen B2B in den USA mehrere Plattformen (die erfolgreicheren bis zu 7) – mit folgender Verteilung, wobei LinkedIn klar auch als effektivste bewertet wurde:

  1. LinkedIn (91%)
  2. Twitter (86%)
  3. Facebook (82%)
  4. YouTube (75%)
  5. Google+ (40%)

B2B Studie Content Marketing Institut 2014_Plattforrmen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Content Marketing Institute

zur Studie

MITTELSTAND / KMU

Social Media Report 2013 pro B2B

B2B Social Media Report belegt Sichtbarkeit von 150 B2B-Unternehmen aus Deutschland. http://wp.me/p3Hvkp-8n Unter B2B-Unternehmen hält sich hartnäckig die Meinung „Social Media ist nichts für uns, da sind unsere Kunden nicht!“ Dass Social Media auch im B2B Bereich viel zur Sichtbarkeit und Markenbildung beiträgt, beweist der B2B Social Media Report 2013 von Volker Davids mit Brandwatch und UK Trade & Investment.

Für diese Studie wurde mit dem Brandwatch-Tool die Sichtbarkeit von 150 B2B-Unternehmen aus Deutschland gemessen. Eingeflossen sind dabei alle öffentlichen Marken-Nennungen in News-Portalen, auf Twitter und Facebook, in Blogs, auf Review-Seiten, Video- und Foto-Plattformen sowie in anderen Social Networks und Webseiten. Die tatsächliche Zahl der Nennungen kann also deutlich höher ausfallen, da beispielsweise die Facebook-Gruppen und andere nichtöffentliche Quellen nicht einfließen. Für den Vergleich der B2B-Unternehmen untereinander ist das aber nicht weiter tragisch, denn davon sind alle betroffen. Gemessen wurden alle Erwähnungen im kompletten Jahr 2013, so können saisonale Effekte keinen Messfehler provozieren. Die Ergebnisse:

  • Der Mittelwert aller Markentreffer der 150 B2B-Unternehmen liegt bei 2.616, auf Social Media (SoMe) entfallen knapp die Hälfte davon mit 1.286.
  • Bei den SoMe-Kanälen zeigt sich folgendes Bild:
    • hier liegen die Foren (16%)
    • vor Twitter (14%)
    • Blogs (7%)
    • und Facebook (6%)
  • Im Jahresverlauf wurden zwei gegenläufige Trends beobachtet: Die Nennungen in den Blogs nimmt kontinuierlich ab, die Nennungen bei Facebook dagegen stark zu. Die Ursache dafür ist nicht klar auszumachen und muss diskutiert werden.
  • Bei den Themen dominieren „Produkte & Leistungen“ mit einem Drittel aller Nennungen, gefolgt von Themen aus der Unternehmenskommunikation (20%), Investor Relations (17%) und Servicethemen (12%).
  • Die Social-Media-Aktivitäten nahmen im Verlauf des Jahres 2013 deutlich zu, ein Trend, der auch im Vergleich mit dem Februar 2014 weiter anhält (plus 27% im Vergleich zum Vorjahresmonat). Damit liegt der Social-Media-Anteil bei den gesamten Nennungen jetzt bei über 55%.

Chancen für B2B Strategien in Social Media

Man kann klar erkennen, dass es bei vielen B2B-Unternehmen noch reichlich ungenutztes Potenzial gibt, denn nur 24 der 150 Unternehmen liegen über dem Mittelwert der Nennungen. Das hängt auch mit der Unternehmensgröße und dem Umsatz zusammen, denn elf der 20 umsatzstärksten B2B-Unternehmen finden sich auch im Top-20-Ranking wieder. Es gibt also für die B2B-Unternehmen in Deutschland – Gleiches gilt wohl auch für Österreich – noch viel Arbeit. Social Media gehört als struktureller Bestandteil in jede Digitalstrategie. Dabei konzentriert sich die B2B-Kommunikation auf Ziele und Themen wie Imagepflege, Human Resources und Investor Relations und Service. Und am Ende jeder Produktionskette steht wieder ein Endverbraucher. Quelle: Falk Hedemann

SOCIAL MEDIA

Facebook: gratis reicht nicht mehr weit

Seit Oktober 2013 hat sich die Reichweite halbiert und erreicht nur mehr 6 von 100 Fans. http://wp.me/p3Hvkp-8j

Nun dämmert es den Unternehmen, dass es die „Gratisreichweite“ auf Facebook gar nicht gibt. Ihre Beiträge erreichen kaum jene Nutzer, die irgendwann auf den „Gefällt mir“-Daumen geklickt haben. Vielmehr liegt die „Reichweite“ bei einem kleinen Teil der Fangemeinde, konkret sind es 6 von 100 Anhängern, so der statistische Durchschnitt, den die Werbeagentur Ogilvy kürzlich erhoben hat. Im Vergleich zum Oktober 2013 hat sich damit die Reichweite halbiert.

Während die ersten Marketer internationaler Konzerne nun laut darüber nachdenken, ihre Profile abzuziehen, verzeichnet Facebook im 4. Quartal 2013 eine Umsatzsteigerung um mehr als 60% auf 2,6 Milliarden Dollar.

Man kann Facebook vorwerfen, dass es durch diese Art der Selektion seine Werbeerlöse, die Haupteinnahmequelle des Unternehmens, bewusst nach oben treibt. Man kann es aber auch so sehen, dass Facebook seine Nutzer mit den für sie interessantesten Nachrichten versorgen will – und die Absender von Werbebotschaften im Zweifelsfall an die Anzeigenabteilung verweist. Letztere müssen sich jetzt entscheiden, ob sie mit den Nutzern wirklich kommunizieren oder eben doch schlicht Werbedruck erzeugen wollten. Das ist doch sympathisch.

Quelle: FAZ online – zum vollständigen Bericht

WISSENSCHAFT / FORSCHUNG

Forschung als Publikumsmagnet

136.500 BesucherInnen bei der „Langen Nacht der Forschung 2014“

WIEN. Österreichs Forschung zeigte sich am 4.4.2014 von ihrer besten Seite. Menschen jeden Alters nutzten die abwechslungsreichen Angebote, um österreichische Spitzenforschung und innovative Technologien aus nächster Nähe kennenzulernen. So übertrafen die Zahlen beim größten Publikums-Event für Wissenschaft und Forschung alle Erwartungen.

Die Lange Nacht der Forschung hat sich als Publikumsmagnet erwiesen und erstmals auch viele Jugendliche angezogen. Bei der sechsten Auflage boten 1.789 Stationen an 234 Standorten in neun Bundesländern ein vielfältiges Programm: Die Anzahl der Stationen hat sich dabei im Vergleich zu 2012 noch einmal um 30 Prozent erhöht, die Besucherzahlen um mehr als ein Drittel. Die bundesweiten Maßnahmen der LNF2014 wurden vom Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsministerium und vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie finanziert und vom Bundesministerium für Bildung und Frauen unterstützt.

Forschung ist spannend und vielfältig. Es ist wichtig, die Bevölkerung für Wissenschaft und Forschung zu begeistern und hier leistet die Lange Nacht mit ihrer eindrucksvollen Leistungsschau einen wertvollen Beitrag. Es freut mich, dass das Engagement der einzelnen Aussteller mit so einem großen Publikumsinteresse belohnt wurde„, so Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner.

BILD1 Wissenschafts- und Forschungsminister Reinhold Mitterlehner besucht eine der zahlreichen naturwissenschaftlichen Mitmachstationen in der Aula der Wissenschaften.
(C) Martin Lusser

So entführte die Lange Nacht der Forschung die BesucherInnen in die Welt der Wissenschaft und bot interaktive Einblicke in unterschiedlichste Disziplinen: vom engagierten SchülerInnen-Projekt über bahnbrechende Forschungsergebnisse in der Grundlagenforschung und der anwendungsorientierten Forschung bis zu weltweit erfolgreichen Innovationen heimischer Unternehmen.

„Österreichische Spitzentechnologien sind ein Renner, als Technologieministerin liegt mir besonders am Herzen, diese Entwicklungen in den Mittelpunkt zu rücken und vielen Menschen zu zeigen, welch tolle ForscherInnen und Unternehmen wir in Österreich haben. Die Lange Nacht der Forschung war dafür das perfekte Umfeld“, so Doris Bures, Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie.

Es freut mich außerordentlich, dass so viele SchülerInnen und LehrerInnen mit ihrer Familie oder Freunden die Lange Nacht der Forschung – darunter auch Pädagogische Hochschulen mit mehr als 100 Stationen – besucht haben. Der Erfolg von Österreichs größtem Forschungsevent beweist erneut: Entdecken und Erfahren von Wissen ist immer up to date!“ erklärt Gabriele Heinisch-Hosek, Bundesministerin für Bildung und Familie.

Aktive Annäherung an die Forschung

Warteschlangen an zahlreichen Stationen sowie angeregte und teils kritische Diskussionen mit den ExpertInnen über den Sinn ihrer Arbeit, Trends und ihren persönlichen Weg in die Forschung, das ist die überaus positive Bilanz der rund 300 Aussteller. Universitäten, Fachhochschulen und Unternehmen zeigten auch auf, wo Forschung und Entwicklung jungen Menschen Potential für ihre Berufslaufbahn bieten.

BILD 2 Warteschlangen wie hier bei der Aula der Wissenschaften in Wien gab es an zahlreichen Stationen. Vor allem Mitmach-Stationen waren gefragt. (C) Martin Lusser

Mit dem starken Engagement der heimischen Forschungscommunity, die hier beachtlich viel Eigenleistung einbringt, wird eindrucksvoll bewiesen, dass ein großer Bedarf an einem verstärkten Dialog Wissenschaft – Gesellschaft besteht. Bei dieser Veranstaltung wird sichtbar, wie vielfältig das Innovationssystem in Österreich ist. Jeder Beitrag ist wertvoll und wichtig, um das Bewusstsein für den Wissenschaftsbereich und damit auch für die Zukunft unseres Landes zu fördern“, betonte Hannes Androsch, Vorsitzender des Rates für Forschung und Technologieentwicklung. Der Rat hatte auch bei der LNF2014 eine aktive Rolle sowohl in der Koordination der Inhalte als auch in der Kommunikation inne.

Alle Beteiligten freuen sich über den großen Erfolg und auf die nächste „Lange Nacht der Forschung“, die 2016 stattfinden soll.

WISSENSCHAFT / FORSCHUNG

Die Lange Nacht der Forschung 2014 sprengt alle Rekorde

WIEN 02042014 Am 4.4.14 präsentieren erstmals ForscherInnen in allen neun Bundesländern aktuellste Ergebnisse – spannend, verständlich und live.

Bei Österreichs größter Publikumsveranstaltung für Wissenschaft und Forschung am Freitag, 4.4.14, laden über 1.754 Stationen ein, sich aus der Nähe anzusehen, wo Forschung passiert und was ForscherInnen bewegt. So wird die LNF2014 zur Kontaktbörse der interessierten Öffentlichkeit mit den ForscherInnen und zeigt zugleich Perspektiven auf für Ausbildung und Beruf.

234 Ausstellorte von Dornbirn bis Eisenstadt öffnen von 17 bis 23 Uhr (Kernzeit) ihre Türen für einen Blick hinter die Kulissen. Bei freiem Eintritt können BesucherInnen jeden Alters Spitzenleistungen aus Wissenschaft und Forschung erkunden, verständlich erklärt in Form interaktiver Präsentationen, Experimente, Vorträge, Führungen und kindgerechter Mitmachstationen. Damit findet bereits zum 6. Mal eine Lange Nacht der Forschung in Österreich statt – auf Initiative des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Frauen (BMBF).

Bestens informiert und mobil durch die Lange Nacht der Forschung

Das umfassende Angebot ist im Internet abrufbar und kann geografisch und nach Interessensgebiet abgefragt werden. Ein Filter zeigt Mitmachstationen und solche, die erstmals gezeigt werden, besonders kindgerecht oder barrierefrei zu erreichen sind. Daneben gibt es Tipps zur Anreise, Buspläne und vieles mehr. Die kostenlose „mobile App“ zur LNF14 bietet am Eventabend alle Informationen zum Programm und zeigt den schnellsten Weg zum nächsten spannenden Ausstellort.

www.langenachtderforschung.at/apps

Bildtext: Forschung zum Anfassen am 4.4.14 in ganz Österreich!

Quelle: UAR.at / Cityfoto.at; Abdruck honorarfrei Fotograf: MAYR Peter Christian, BSc

WISSENSCHAFT / FORSCHUNG

Forschung als Erlebnis: Eintritt frei in die Lange Nacht der Forschung!

WIEN 27.03.2014 Spitzenforschung zum Anfassen – das bietet die Lange Nacht der Forschung 2014 am Freitag 4.4.14. Aktuellste Forschungsprojekte, wissenschaftliche Erkenntnisse und Technologien werden von den ForscherInnen selbst anschaulich präsentiert.

In der Kernzeit von 17 bis 23 Uhr, in manchen Bundesländern auch länger, öffnen österreichweit 234 Ausstellorte in 37 Regionen. Spitzenreiter unter den Bundesländern ist Oberösterreich mit 95 Ausstellorten und 459 Stationen. Hotspot bei den Regionen ist „Wien Zentrum“ mit einer „Forschungsdichte“ von 135 Stationen.

An insgesamt 1.754 Stationen erwartet die BesucherInnen ein abwechslungsreiches Programm, darunter 527 Themen, die erstmals gezeigt werden und 1.077 Stationen für Kinder. Den Schwerpunkt stellen Universitäten, Akademien und Universitäre Forschungseinrichtungen mit 532 Stationen gefolgt von Unternehmen mit 315, Fachhochschulen mit 302 und außeruniversitären Einrichtungen mit 246 Stationen.

Bei freiem Eintritt laden 67 Unternehmen – davon 23 Klein- und Mittelunternehmen (KMU) und 44 Industriebetriebe – 48 Universitäts-Standorte sowie 37 Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und 19 Fachhochschulen zum Besuch, ebenso Bildungseinrichtungen wie Pädagogische Hochschulen (mit 100 Stationen an 10 eigenen und anderen Standorten), HTL und Volkshochschulen sowie Sonstige Einrichtungen wie Museen, Krankenhäuser, Offene Technologielabors für die Kleinsten und Technologiezentren, die innovative Aussteller aus der Region bündeln.

Das Programm spannt einen Bogen über 11 wissenschaftliche Themen, allen voran Technik, Naturwissenschaften und Humanmedizin, gefolgt von Geisteswissenschaften, Kunst-Kultur-Medien, Energie, Bildung, Wirtschaft, Land-Forstwirtschaft-Veterinärmedizin, Sozialwissenschaften und Sonstige. Die bundesweiten Maßnahmen der LNF2014 werden vom Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsministerium sowie vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie finanziert und vom Bundesministerium für Bildung und Frauen unterstützt.

Die kostenlose „mobile App“ zur LNF14 bietet am Eventabend alle Informationen zum Programm und zeigt den schnellsten Weg zum nächsten spannenden Ausstellort: www.langenachtderforschung.at/apps.

MITTELSTAND / KMU

Mitarbeiter wichtig für Glaubwürdigkeit einer Marke

Wenn es um Markenbildung und Markenimage geht, investieren Unternehmen in der Regel in die Außenwahrnehmung ihrer Marken, mit Werbe- und PR-Maßnahmen. Eine Studie des Beratungs-Instituts artop an der Humboldt Universität Berlin lenkt den Blick nach innen. Unternehmen wären gut beraten, auch an der internen Markenkompetenz zu arbeiten, so die Studie. Denn nur wenn Mitarbeiter Werte und Inhalte einer Marke wirklich leben, strahlt dies auch nach außen. Nicht markenkonformes Verhalten hingegen kann ein inkonsistentes Markenbild in den Köpfen der Kunden erzeugen und zu Lasten des Markenvertrauens gehen.

Ziel von Marken ist es stets, bei Kunden und Konsumenten ein hohes Maß der berühmten Glaubwürdigkeit zu erhalten und zu behalten. „Glaubwürdigkeit entwickelt sich in erster Linie am Brand-Touchpoint und damit über den direkten Mitarbeiter-Kunden- Kontakt, so die Autorinnen der StudieKatrin Schillinger und Halime Yakut. Spot oder ein Werbeplakat. Gleiches gilt natürlich auch für das Verhalten von Personal am Point of Sale.

Das Einwirken auf diese Faktoren bezeichnet die Studie als “innengerichtete identitätsbasierte Markenführung”. Diese “interne Markenführung”

  • nutzt Potenziale der Mitarbeiter/innen als Identitäts- und Markenbotschafter
  • gestaltet Maßnahmen so, dass sie zur eigenen Identität und Kultur passen
  • schafft sozialisierende Rahmenbedingungen für Mitarbeiter/innen um ihre markenbezogene Kompetenz und Handlungsfähigkeit zu stärken
  • arbeitet auch an den Einstellungen, Fertigkeiten und dem Verhalten anstatt nur am Wissen oder der emotionalen Markenwirkung um neben markenbezogenen Know-what auch das Know-how zu stärken

Für die Studie wurden in ganz Deutschland 114 Vertreter und Mitarbeiter aus Organisationen und Firmen verschiedener Branchen (u.a. Automobil, Einzelhandel, Banken und Finanzen) intensiv befragt. Die Ergebnis zeigt, dass in Unternehmen mit einem nach innen gerichteten, identitätsbasierten Markenmanagement Ertrags- und Markenziele eher erreicht werden, weil die Mitarbeiter sich motivierter und engagierter für den Markenerfolg einsetzen, sich stärker mit der Marke identifizieren und sich markenkonformer verhalten. Insgesamt wurden Marken mit einem solchen nach innen gerichteten Marken-Management als konsistenter und glaubwürdiger bewertet.

Nachvollziehbare interne Kommunikation

Aber wie erreicht man nun, dass die Mitarbeiter “die Marke leben”? Ein wichtiger Punkt laut Studie ist die “transparente und nachvollziehbare Kommunikation von markenrelevanten Informationen, Neuigkeiten und Ereignissen nach innen, um Mitarbeiter zu involvieren und zu emotionalisieren.” Als Negativ-Beispiel nennt die Studie einen Kundenberater, der von einem Kunden über eine anstehende Produktumstellung erfahren hat. In einem solchen Fall fühlt sich der Mitarbeiter von seinem Unternehmen nicht ernst genommen, nicht respektiert. Wie soll er oder sie die Marke nach außen vertreten, wenn der Kunde besser informiert ist, als er oder sie selbst?

Komplett zentral steuern lassen sich interne Informationsflüsse aber natürlich nicht. Laut Studie geschieht mehr als 70 Prozent der Informationsweitergabe zwischen Mitarbeitern informell. Flurfunk ist also wichtig und sollte toleriert und gepflegt werden. Die Studie hat ergeben, dass Mitarbeiter, die sich informell über die Marke austauschen, gegenüber Kollegen mit weniger informeller Kommunikation deutlich mehr Markenwissen und eine erheblich höhere Umsetzungskompetenz beim Vermitteln der Marke nach außen an den Tag legen. Der Schwatz an der Kaffeemaschine kann also durchaus zur Markenpflege beitragen!

Wenig überraschend ist die Erkenntnis der Studie, dass sich Mitarbeiter, deren Werte sich mit jenen der Marke decken, stärker engagieren und stärker der Marke, bzw. dem Unternehmen verbunden fühlen. In der Folge sind solche Mitarbeiter auch weniger bereit, den Job zu wechseln. Dies zeigt, dass bereits beim Recruiting der Grundstein für Erfolg oder Misserfolg einer Marke gelegt werden kann.

Investitionen in die interne Markenkompetenz können konventionelle Marketing-Maßnahmen natürlich nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. Es geht vielmehr um das Herausbilden einer Unternehmens- und Markenkultur, die von innen nach außen abstrahlt. So heißt es auch im Fazit der Studie: “Jedoch stehen am Anfang immer viele Fragen zur eigenen Identität und Strategie. Internes Bewusstsein und innere Klarheit sind nämlich die Grundlage um mit der Markenidentität zu arbeiten. Die innengerichtete identitätsbasierte Arbeit geschieht somit nicht nur nach außen, sondern auch strategisch nach innen.”

So gilt wohl für die Marke wie für den Menschen: Wer nach außen strahlen will, sollte im Inneren mit sich im Reinen sein.

Quelle: Meedia.de

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