KOMMUNIKATION / PR

Geschichte der PR in New York ausgestellt

New York beherbergt seit 24. September eine Besonderheit für alle, die sich für Public Relations interessieren: am Baruch College in Manhattan stellt Shelley Spector 2 Jahre lang ihre Sammlung des Online-Museums für Public Relations als Leihgabe zur Verfügung.

Shelley Spector and Edward Bernays

Shelley Spector and Edward Bernays

Als wichtigste Ausstellungsstücke werden die Schriften von Edward Bernays angesehen, der als Begründer der Public Relations gilt. Spector möchte mit der Ausstellung die Auswirkungen der PR-Industrie auf die amerikanische Wirtschaft und Kultur zeigen.

Nach einem Treffen im Jahr 1985 mit dem damals 94-jährigen Bernays begann die PR-Frau seine Aufzeichnungen auszuwerten und Video-Interviews mit ihm zu führen. Zu diesen Dokumenten kamen weitere von Daniel Edelman, Ivy Lee und Harold Burson hinzu. Die Sammlung wuchs auf 500 Bücher, 100 Stunden Video-Interviews und 60 Kisten mit Broschüren und anderen Objekten an. Zudem wurde sie zu einer Quelle für Studenten, die mit Hilfe der von ihr gesammelten Materialien ihre wissenschaftlichen Arbeiten schrieben.

Quelle: www.pr-journal.de

Online-Museum

KOMMUNIKATION / PR

European Communications Monitor 2014

Strategische Kommunikation nicht nur in Unternehmen immer wichtiger

PR-Manager in Österreich netzwerken lieber im direkten Kontakt als über soziale Medien, sind mit ihrem Job überdurchschnittlich zufrieden und machen weniger Überstunden als Kollegen in anderen europäischen Ländern. Österreichs Kommunikationsbranche stellt Medienarbeit für Print über jene für Online und kann noch viel Potenzial bei mobiler Kommunikation ausschöpfen. Apps sind in Österreichs Kommunikationsbranche noch nicht angekommen. Das sind Ergebnisse des European Communication Monitor 2014, bei dem knapp 2.800 Kommunikationsprofis aus 42 Ländern befragt wurden, darunter auch zahlreiche aus der Alpenrepublik. Die spezifischen Ergebnisse für Österreich wurden am 8. September vom Public Relations Verband Austria in Wien vorgestellt. „Im internationalen Vergleich ist die Branche in Österreich gut aufgestellt – die empirischen Ergebnisse zeigen das sehr deutlich“, so Professor Ansgar Zerfaß, von der Universität Leipzig, der die von Forschern aus mehreren Ländern durchgeführte Studie konzipiert hat.

Vertrauensaufbau zu Stakeholdern Top-Priorität der kommenden Jahre
Aufbau und Festigung von Vertrauen stellen in Österreich eines der wichtigsten Kommunikationsthemen bis 2017 dar. Bei der Wahl der wichtigsten Kommunikationskanäle, um Vertrauen bei den Dialoggruppen aufzubauen, ist Österreich gleichauf mit Europa: Online-Kommunikation und persönliche Kommunikation sind die zwei wichtigsten Parameter. Gleich darauf folgen Medienarbeit für Print- bzw. Online-Medien, wobei österreichische PR-Manager Print-Medienarbeit wichtiger als Online-Medienarbeit erachten, während ihre europäischen Kollegen gegengleich priorisieren. Dabei gehen Österreichs Kommunikatoren das Netzwerken noch relativ traditionell an. So überwiegt vor allem der persönliche Kontakt beim Networking (35 % gegenüber Europa 23 %). Dagegen hat sich Social Media als Networking-Tool in Österreich noch nicht durchgesetzt, lediglich 14 % nutzen es dafür (Europa: 27 %). Wenn Social Media zum Einsatz kommt, dann vor allem die professionellen Social Networks wie XING und Linkedin, wobei auch hier die europäischen und vor allem die deutschen Kollegen die Nase vorne haben (A: 62 %, D: 76 %, Europa 72 %). Dafür werden Blogs, Facebook und Google+ in Österreich für Networking-Zwecke häufiger eingesetzt als im europäischen Durchschnitt.

Chancen bei mobiler Kommunikation
Als Weiterführung der Online-Kommunikation wird mobile Kommunikation nicht mehr als Trend gesehen, sondern ist mittlerweile integraler Bestandteil der Kommunikationsarbeit. Als Herausforderungen werden dabei Konzepte, die tatsächlich Mehrwert bieten, sowie die Integration mit anderen Kanälen gesehen. Überdurchschnittlich viele Kommunikationsabteilungen haben auch bereits eine mobile Unternehmenswebsite implementiert (Österreich: 68 %, Europa: 61 %). Was die Apps für Smartphones und Tablets betrifft, liegt Österreichs Kommunikationsbranche noch unter dem Durchschnitt. Nur 30 % bzw. 27 % der heimischen Unternehmen haben Apps für Smartphones bzw. Tablets. Unternehmen in Frankreich, den Niederlanden oder Dänemark setzen viel stärker auf Apps als hierzulande. Österreich hat eine der weltweit größten Handy- und Smartphone-Durchdringung, hier liegt noch viel Potenzial brach. Es dürfen nicht mehr nur Konsumenten als Zielgruppe für Apps gesehen werden. Auch im B2B-Umfeld sowie für die interne Kommunikation sind Apps ein ausgezeichneter Kanal, um ansprechende Inhalte zu kommunizieren.

Den Österreich-Bericht zum European Communication Monitor 2014 finden Sie hier, die europaweiten Ergebnisse sich auf www.communicationmonitor.eu.

Quelle: PRVA

WISSENSCHAFT / FORSCHUNG

Molekulare Diagnoseplattform soll Leben retten

Infektionen zu erkennen, bevor die Krankheit ausbricht und erste Symptome erkennbar sind, ist ein Ziel der modernen Medizin. Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem – etwa Krebspatienten, HIV-Erkrankte oder nach Transplantationen – ist dies überlebensnotwendig. Daher sucht die St. Anna Kinderkrebsforschung (CCRI) nach Möglichkeiten, Erreger möglichst früh zu identifizieren. Die molekulare Diagnostik ermöglicht durch den Nachweis der DNA oder RNA eines Erregers eine rasche und spezifische Diagnose und damit die gezielte und individuelle Behandlung. Da dies mit herkömmlichen Plattformen bisher nicht gelang, haben sich die Mediziner an das Center for Advanced Bioanalysis GmbH (CBL) gewandt. Die Linzer Forscher haben eine Expertise entwickelt, um tief in die Zusammensetzung von Zellen zu blicken. Daraus entstanden neue diagnostische Methoden, die Krankheitsbilder bereits in ihrer Entstehung sichtbar machen.

Unter Leitung von Dr. Jan Hesse erforschen und entwickeln CBL und CCRI in den nächsten 4 Jahren im einzigen oberösterreichischen Research Studio Austria Projekt des 4. Calls SMARDSCOUT (Single Molecule ARray platform for sensitive Diagnostics) gemeinsam eine molekulare Diagnoseplattform zur Früherkennung von Infektionskrankheiten. Diese soll dann im Rahmen eines Spin-Offs vertrieben und weiter entwickelt werden. Projektstart war Anfang September im Rahmen eines Kick-Off Meetings in Linz.

Quelle: CBL

Bildtext: Auf ca. 1.000 Spots werden „Fänger“ für Zielmoleküle ausgelegt, die ein Fluoreszenzsignal ausstrahlen, wenn sie angebunden haben und so Auskunft über den Erreger geben.