KOMMUNIKATION / PR

Österreicher schätzen souveräne Führungskräfte

Welche Qualitäten zeichnen gute Führung aus? Diese Frage erhob eine Studie in zehn europäischen Ländern. Während PR-Fachleute Innovationskraft und Finanzstärke als ausschlaggebend sehen, sind für die Verbraucher je nach Land andere Qualitäten vorrangig. Generell setzen sie auf Kundenservice, soziale Verantwortung und Gemeinnützigkeit eines Unternehmens.

Die europaweite Studie untersucht, wie Leadership in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Dabei gibt es signifikante Unterschiede in der Bewertung zwischen Experten und Verbrauchern in allen untersuchten Ländern. Die Deutschen verbinden Führungsqualität vor allem mit Vertrauenswürdigkeit, hochwertigen Produkten und Kundenorientierung. Damit liegen sie im europäischen Trend. Franzosen und Italiener zeigen hohes Interesse am Thema Innovation, während Skandinavier Wert auf Flexibilität ihrer Führungskräfte legen. In den Niederlanden schätzt man Rhetorik und in Österreich Führungskräfte, die auch schwere Entscheidungen souverän treffen. Menschen in Spanien und Deutschland wünschen sich von den Unternehmen soziales Engagement. Generell verstehen die Menschen unter einer glaubhaften Führungskraft jemanden, der mit gutem Beispiel vorangeht und Fehler zugeben kann.

Im Internet und in den Social Media Kanälen erwarten die Menschen vor allem Informationen über Produkte und Serviceleistungen, zur Produktsicherheit, über neue und zukünftige Produkte, zu Ereignissen und Krisen, die die Kunden betreffen sowie über Bemühungen des Unternehmens hinsichtlich seiner sozialen Verantwortung. Von Interesse sind darüber hinaus Infos zu Herstellungsverfahren und Bezugsquellen für Produkte und Materialien, gefolgt von Aktionsangeboten und reduzierten Preisen.

Prof. Ansgar Zerfaß, Leiter des internationalen Forscherteams und Professor für Strategische Kommunikation an der Universität Leipzig – der kürzlich als erster deutschsprachiger Wissenschaftler den „Pathfinder Award“ erhielt, die international renommierteste Auszeichnung für Forscher im Bereich Unternehmenskommunikation und Public Relations – betont die Bedeutung dieser Erkenntnisse besonders für internationale PR-Kampagnen.

Die ComGap-Studie ist ein Gemeinschaftsprojekt der European Public Relations Education and Research Association (EUPRERA) und Ketchum Pleon und wurde in zehn europäischen Ländern die Meinungen von über viertausend Bürgern und mehr als 1.300 Kommunikationsexperten durchgeführt.

Quelle: PR-Journal

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