SOCIAL MEDIA

Neue Geschäftsmodelle für die PR

Thomas Mickeleit, Director of Communications bei Microsoft, sieht die PR-Branche – trotz konsequenter Professionalisierung – vor einem Paradigmen-Wechsel: Das aktuelle Geschäftsmodell, über Multiplikatoren zu kommunizieren und die Reputation der Organisation zu stärken sowie Vertrauen in die Institution zu aufbauen, steckt in der Krise. Zum einen kommen ihr die Multiplikatoren – die Journalisten – zunehmend abhanden. Zum anderen ist das Vertrauen in die „Peers“, die Freunde in den verschiedenen Social Media, größer als in die offiziellen Repräsentanten der Organisationen.

Die sinnvolle Konsequenz muss lauten: von „Push“ zu „Engage“

„Das stellt den größten Paradigmen-Wechsel dar. Der Kommunikationsverantwortliche neuen Typs ist kompetent in der Sache, empathisch im Umgang mit seinen Zielgruppen, authentisch handelnd und sichtbarer Repräsentant seiner Organisation in der Öffentlichkeit. Das heißt auch, sich von der Illusion der „One-Voice-Policy“ zu verabschieden – in dem Sinne, dass nur die PR für die Organisation spricht. Stattdessen wird PR auf diese Weise zum „Enabler“ mit dem Ziel, dass jedes Mitglied in der Organisation in der Lage ist, in angemessener Weise zu kommunizieren.

Zwar stellt niemand ernsthaft in Frage, dass PR über die meiste Kompetenz verfügt, die Social-Media-Aktivitäten der Organisation zu orchestrieren. Nicht überall folgt aus der allgemeinen Zustimmung die Übertragung von Steuerungskompetenzen. Da, wo die
Social-Media-Governance jedoch in der PR liegt, kann man beobachten, wie das neue Modell wirkt.

Daraus entsteht das neue Geschäftsmodell: PR wird die Fähigkeit zum Storytelling ausbauen, die Themen-Governance ausüben und sich zum Content-Hub für die Organisation entwickeln.“

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Quelle: Pressesprecher

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