WISSENSCHAFT / FORSCHUNG

Molekulare Diagnoseplattform soll Leben retten

Infektionen zu erkennen, bevor die Krankheit ausbricht und erste Symptome erkennbar sind, ist ein Ziel der modernen Medizin. Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem – etwa Krebspatienten, HIV-Erkrankte oder nach Transplantationen – ist dies überlebensnotwendig. Daher sucht die St. Anna Kinderkrebsforschung (CCRI) nach Möglichkeiten, Erreger möglichst früh zu identifizieren. Die molekulare Diagnostik ermöglicht durch den Nachweis der DNA oder RNA eines Erregers eine rasche und spezifische Diagnose und damit die gezielte und individuelle Behandlung. Da dies mit herkömmlichen Plattformen bisher nicht gelang, haben sich die Mediziner an das Center for Advanced Bioanalysis GmbH (CBL) gewandt. Die Linzer Forscher haben eine Expertise entwickelt, um tief in die Zusammensetzung von Zellen zu blicken. Daraus entstanden neue diagnostische Methoden, die Krankheitsbilder bereits in ihrer Entstehung sichtbar machen.

Unter Leitung von Dr. Jan Hesse erforschen und entwickeln CBL und CCRI in den nächsten 4 Jahren im einzigen oberösterreichischen Research Studio Austria Projekt des 4. Calls SMARDSCOUT (Single Molecule ARray platform for sensitive Diagnostics) gemeinsam eine molekulare Diagnoseplattform zur Früherkennung von Infektionskrankheiten. Diese soll dann im Rahmen eines Spin-Offs vertrieben und weiter entwickelt werden. Projektstart war Anfang September im Rahmen eines Kick-Off Meetings in Linz.

Quelle: CBL

Bildtext: Auf ca. 1.000 Spots werden „Fänger“ für Zielmoleküle ausgelegt, die ein Fluoreszenzsignal ausstrahlen, wenn sie angebunden haben und so Auskunft über den Erreger geben.

 

 

 

 

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