KOMMUNIKATION / PR

European Communications Monitor 2014

Strategische Kommunikation nicht nur in Unternehmen immer wichtiger

PR-Manager in Österreich netzwerken lieber im direkten Kontakt als über soziale Medien, sind mit ihrem Job überdurchschnittlich zufrieden und machen weniger Überstunden als Kollegen in anderen europäischen Ländern. Österreichs Kommunikationsbranche stellt Medienarbeit für Print über jene für Online und kann noch viel Potenzial bei mobiler Kommunikation ausschöpfen. Apps sind in Österreichs Kommunikationsbranche noch nicht angekommen. Das sind Ergebnisse des European Communication Monitor 2014, bei dem knapp 2.800 Kommunikationsprofis aus 42 Ländern befragt wurden, darunter auch zahlreiche aus der Alpenrepublik. Die spezifischen Ergebnisse für Österreich wurden am 8. September vom Public Relations Verband Austria in Wien vorgestellt. „Im internationalen Vergleich ist die Branche in Österreich gut aufgestellt – die empirischen Ergebnisse zeigen das sehr deutlich“, so Professor Ansgar Zerfaß, von der Universität Leipzig, der die von Forschern aus mehreren Ländern durchgeführte Studie konzipiert hat.

Vertrauensaufbau zu Stakeholdern Top-Priorität der kommenden Jahre
Aufbau und Festigung von Vertrauen stellen in Österreich eines der wichtigsten Kommunikationsthemen bis 2017 dar. Bei der Wahl der wichtigsten Kommunikationskanäle, um Vertrauen bei den Dialoggruppen aufzubauen, ist Österreich gleichauf mit Europa: Online-Kommunikation und persönliche Kommunikation sind die zwei wichtigsten Parameter. Gleich darauf folgen Medienarbeit für Print- bzw. Online-Medien, wobei österreichische PR-Manager Print-Medienarbeit wichtiger als Online-Medienarbeit erachten, während ihre europäischen Kollegen gegengleich priorisieren. Dabei gehen Österreichs Kommunikatoren das Netzwerken noch relativ traditionell an. So überwiegt vor allem der persönliche Kontakt beim Networking (35 % gegenüber Europa 23 %). Dagegen hat sich Social Media als Networking-Tool in Österreich noch nicht durchgesetzt, lediglich 14 % nutzen es dafür (Europa: 27 %). Wenn Social Media zum Einsatz kommt, dann vor allem die professionellen Social Networks wie XING und Linkedin, wobei auch hier die europäischen und vor allem die deutschen Kollegen die Nase vorne haben (A: 62 %, D: 76 %, Europa 72 %). Dafür werden Blogs, Facebook und Google+ in Österreich für Networking-Zwecke häufiger eingesetzt als im europäischen Durchschnitt.

Chancen bei mobiler Kommunikation
Als Weiterführung der Online-Kommunikation wird mobile Kommunikation nicht mehr als Trend gesehen, sondern ist mittlerweile integraler Bestandteil der Kommunikationsarbeit. Als Herausforderungen werden dabei Konzepte, die tatsächlich Mehrwert bieten, sowie die Integration mit anderen Kanälen gesehen. Überdurchschnittlich viele Kommunikationsabteilungen haben auch bereits eine mobile Unternehmenswebsite implementiert (Österreich: 68 %, Europa: 61 %). Was die Apps für Smartphones und Tablets betrifft, liegt Österreichs Kommunikationsbranche noch unter dem Durchschnitt. Nur 30 % bzw. 27 % der heimischen Unternehmen haben Apps für Smartphones bzw. Tablets. Unternehmen in Frankreich, den Niederlanden oder Dänemark setzen viel stärker auf Apps als hierzulande. Österreich hat eine der weltweit größten Handy- und Smartphone-Durchdringung, hier liegt noch viel Potenzial brach. Es dürfen nicht mehr nur Konsumenten als Zielgruppe für Apps gesehen werden. Auch im B2B-Umfeld sowie für die interne Kommunikation sind Apps ein ausgezeichneter Kanal, um ansprechende Inhalte zu kommunizieren.

Den Österreich-Bericht zum European Communication Monitor 2014 finden Sie hier, die europaweiten Ergebnisse sich auf www.communicationmonitor.eu.

Quelle: PRVA