MITTELSTAND / KMU

KMU nicht gut auf Krisen vorbereitet

Der Mittelstand ist in Deutschland auf Krisensituationen nicht ausreichend vorbereitet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, bei der rund 400 mittelständische Unternehmen zum Status Quo ihrer Krisenkommunikationsprävention, ihren Krisenerfahrungen und ihrem Krisenbewusstsein befragt wurden. Österreichische Zahlen gibt es nicht, doch kann dieses Ergebnis auch auf heimische KMU umgelegt werden.

Prävention für den Ernstfall

Wie gut sind Klein- und Mittelbetriebe kommunikativ auf eine Krise vorbereitet? In 26 Prozent der Unternehmen existieren keine Vorbereitungen bzw. kommunikativen Präventionsmaßnahmen für einen Krisenfall. Sieben Prozent planen, das Thema kurzfristig anzugehen. Damit ist jedes dritte Unternehmen (33%) kommunikativ nicht gerüstet. 43 Prozent geben an, gute Vorbereitungen getroffen zu haben, die aber noch ausbaufähig seien. Nur zwölf Prozent sind laut eigenen Angaben auf alle denkbaren Situationen gut vorbereitet.

Die Auswertung zeigt, dass den meisten Unternehmen die Bedeutung eines Krisenkommunikations-Managements durchaus bewusst ist: 83 Prozent der befragten Unternehmen bewerten präventive Maßnahmen als ein wichtiges oder sehr wichtiges Handlungsfeld in der Krisenkommunikation. Bei knapp jedem zweiten Unternehmen (48 %) treten Krisen sogar regelmäßig bis häufig auf. In lediglich neun Prozent der Unternehmen kommen Krisen so gut wie nie vor. 36 Prozent der Befragten sagen, dass sie mit Krisenlagen nur in großen Intervallen konfrontiert werden.

Monitoring wichtig – gerade in Social Media

Die Studienergebnisse dokumentieren außerdem, dass neben den klassischen Massenmedien auch kritische Diskurse im Social Web relevant für mittelständische Unternehmen in Krisenfällen sind. Doch nicht einmal jedes zweite Unternehmen beobachtet diese Szenarien präventiv: von den Befragten gaben nur 43 Prozent an, regelmäßiges Medienmonitoring zu betreiben. Als die bewährtesten Krisenpräventionsmaßnahmen gelten unter den Befragten regelmäßige Abstimmungsmeetings und Krisenübungen (48 %) sowie die Erstellung eines Krisenhandbuchs (47 %) vor der Einrichtung eines festen Krisenstabs (40 %).

Quelle: PR-Journal.de

Studie der Düsseldorfer DJM Communication GmbH gemeinsam mit der Treu Ass Assekuranzmakler GmbH