KOMMUNIKATION / PR

Change-Kommunikation kaum genutzt

Die Change-Fitness-Studie 2014 der Mutaree GmbH hat ergeben, dass nur mehr 38% der deutschen Unternehmen regelmäßig mit den Prozess-Beteiligten kommunizieren. 2010 waren es laut Vergleichsstudie noch rund die Hälfte. Außerdem fällt auf, dass Unternehmen immer weniger in ihre Change-Kommunikation investieren, obwohl nur 19% ihre Change-Prozesse als erfolgreich bewerten.

In einer Welt des rasanten technologischen Wandels ist die Zeit nach dem Change immer auch die Zeit vor dem Change. Da sollten gerade Mitarbeiter auf krisenbedingte Veränderungsprozesse vorbereitet werden. Im Falle von Fusionen, Umstrukturierungen, Personalabbau oder Neuausrichtungen ist eine frühzeitige, prozess-begleitende Change-Kommunikation essentiell. Kommunikation ist das Mittel, um interne und externe Stakeholder zeitgerecht über Veränderungen zu informieren. Sie ist auch die Chance, Verständnis und eine positive Einstellung zu den nötigen Veränderungen herbeizuführen und möglichen Ängsten und Widerständen entgegenzuwirken. Gezielte Information und Transparenz können Veränderungsprozesse unterstützen und neben den direkten Stakeholdern auch die Medien über den bevorstehenden Wandel informieren. Laut der aktuellen Studie wird dieses strategische Instrument im Change Management oft komplett vernachlässigt.

FAZIT: Unternehmen, die Veränderungsprozesse planen, sollten eine professionelle Change-Kommunikation im Change Management implementieren. Prozesse sollten kontinuierlich begleitet und in allen Phasen gepflegt werden. Change Kommunikation sollte fester Bestandteil des Projektplans sein und alle Beteiligten – Mitarbeiter und Führungsebene – ansprechen. Sind Veränderungsprozesse transparent, nachvollziehbar und verständlich, steigt die Motivation der Stakeholder sichtbar an.

Quelle: PR-Journal.de / Interview